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Blog 2. Februar 2023 · 2 min read

Laden vereinfachen: Welche Angebote und Unterstützung gebraucht werden

Sophie Friedrich
Marketing

Zu Hause laden: Die Ausnahme, nicht die Regel

Laden zu Hause bleibt für die meisten E-Autobesitzer unerreichbar. Mit nur 7 % der Tiefgaragen, die mit Wallboxen ausgestattet sind, haben die allermeisten Bewohner mit Tiefgaragenstellplatz keine Möglichkeit, zu Hause zu laden. Die Kluft zwischen Ambitionen bei der E-Auto-Einführung und der Laderealität ist frappierend.

Eine ADAC-Umfrage offenbarte das volle Ausmaß des Problems: 82 % der Immobilien verfügen noch immer über keine Ladeeinrichtungen. Für die Millionen Deutschen, die in Mehrfamilienhäusern leben, bedeutet das Laden eines E-Autos die vollständige Abhängigkeit von öffentlicher Infrastruktur — einer Infrastruktur, die in vielen Gegenden selbst noch völlig unzureichend ist.

Die Hindernisse für den Fortschritt

Mehrere Faktoren bremsen den Ausbau der Ladeinfrastruktur in Wohngebäuden weiterhin:

  • Die Nutzung grüner Energie nimmt zu, doch die Zugänglichkeit von Ladestationen hält nicht Schritt. Immer mehr Menschen wollen elektrisch fahren, können aber dort, wo sie wohnen, nicht laden.
  • Aktuelle Ausbaupläne schreiten zu langsam voran. Beim derzeitigen Installationstempo wird Deutschland seine Infrastrukturziele deutlich verfehlen.
  • Staatliche Unterstützung und vereinfachte Angebote sind essenziell. Der regulatorische Rahmen existiert, aber die Umsetzung bleibt für Immobilieneigentümer komplex und kostspielig.
  • Jüngste Gesetzesänderungen haben noch keinen substanziellen Einfluss gezeigt. Das deutsche Recht gibt Mietern zwar das Recht, den Einbau einer Wallbox zu verlangen, doch die praktischen und finanziellen Hürden bleiben erheblich.

Hoffnung für E-Autobesitzer

Deutschland will bis 2030 15 Millionen Elektrofahrzeuge auf seinen Straßen haben. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein massiver Infrastrukturausbau erforderlich: Rund 1 Million öffentliche Ladepunkte und 10 Millionen halböffentliche Ladepunkte müssen in den kommenden Jahren installiert werden.

Diese Zahlen sind gewaltig, aber sie stellen auch eine enorme Chance dar. Die Technologie, um das Laden in Wohngebäuden einfach und bezahlbar zu machen, existiert heute bereits — was fehlt, ist der Wille, sie im großen Maßstab einzusetzen.

Bei HeyCharge sind wir überzeugt, dass der Umstieg auf Elektrofahrzeuge so einfach wie möglich sein sollte. Wir arbeiten mit Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen, um den Zugang zum Laden für alle Nutzer zu erweitern — unabhängig davon, wo sie wohnen oder parken. Denn die Zukunft der Mobilität sollte nicht davon abhängen, ob man das Glück hat, eine Garage mit Internetanschluss zu besitzen.

Infrastruktur Politik E-Mobilität Deutschland