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Blog 3. November 2022 · 3 min read

Die Geschichte hinter HeyCharge: Von einer Garage in die nächste

Dina Tuerk
Marketing

Jedes große Unternehmen hat eine Gründerstory. Unsere beginnt in einer Tiefgarage in München.

Das Problem, mit dem alles begann

2017 versuchte HeyCharge-Gründer Chris Carde, sein Elektroauto in der Tiefgarage seines Mehrfamilienhauses zu laden. Was eigentlich einfach sein sollte, erwies sich als alles andere als das. Die Installation von Ladeinfrastruktur im Gebäude stellte enorme Hindernisse dar — von Konnektivitätsproblemen im Untergeschoss bis hin zu den schieren Kosten und der Komplexität, eine vernetzte Wallbox in einer gemeinschaftlich genutzten Parkanlage in Betrieb zu nehmen.

Chris erkannte sofort, dass dies nicht nur sein Problem war. Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen würden Millionen von Wohnungsbewohnern in ganz Europa vor genau derselben Herausforderung stehen. Die Gebäude, in denen Menschen tatsächlich über Nacht parkten — Tiefgaragen, Parkhäuser, Gemeinschaftsparkplätze — waren genau die Orte, an denen herkömmliche Ladetechnik versagte.

Von einer Garage in die nächste

Während der COVID-19-Pandemie fand sich das Team in einer buchstäblichen Garage wieder, wo es mit verschiedenen Werkzeugen und Technologien experimentierte, um das Problem zu lösen, das Chris am eigenen Leib erfahren hatte. Es hatte eine gewisse Poesie: Ein Unternehmen, das aus Frustration in einer Tiefgarage entstand, wurde in einer oberirdischen Garage aufgebaut.

Das Team identifizierte eine kritische Marktlücke. Mehrfamilienhäuser brauchten dringend Ladeinfrastruktur, aber jede existierende Lösung war zu teuer, zu unzuverlässig oder zu komplex, um sie im großen Maßstab einzusetzen.

Drei Hindernisse

Das Unternehmen entwickelte zunächst eine Managementplattform für Immobilieneigentümer zusammen mit Fahrer-Apps und Standard-Wallboxen. Doch schnell stießen sie auf drei zentrale Hindernisse:

Zuverlässigkeit. Herkömmliche Wallboxen waren auf permanente Internetverbindung angewiesen. In Tiefgaragen — dem Ort, an dem das Laden in Wohngebäuden primär stattfinden würde — war die Konnektivität schlecht oder gar nicht vorhanden.

Komplexität. Die Installation erforderte mehrere Technikerbesuche: Netzwerkplanung, Elektroarbeiten, Zertifikatsbereitstellung, Backend-Konfiguration. Jeder Schritt bedeutete zusätzliche Zeit, Kosten und potenzielle Fehlerquellen.

Kosten. Die Wallboxen selbst waren teuer, teilweise weil die OCPP-Unterstützung erhebliche Funk- und Recheninfrastruktur in jeder Einheit erforderte. Dazu kamen laufende Kosten: Telekommunikationsgebühren für Mobilfunkkonnektivität, Backend-Service-Abonnements, Wartungsverträge für Netzwerkausrüstung.

Tiefgaragen verschärften jedes dieser Probleme. Unzureichende Mobilfunkabdeckung machte traditionelle RFID-Kartensysteme als Rückfalllösung notwendig, was für Bewohner umständlich war, während Unternehmen laufende Konnektivitätsgebühren zahlten, die ohnehin dünne Margen weiter erodierten.

Der Durchbruch

Dem Team wurde klar, dass sie das Problem von Grund auf neu denken mussten. Anstatt zu versuchen, Internetkonnektivität in Umgebungen zu erzwingen, in denen sie nicht funktionierte — was wäre, wenn sie ein System entwarfen, das sie gar nicht brauchte?

Diese Erkenntnis führte zu SecureCharge — HeyCharges patentierter Technologie, die Ladestationen-Authentifizierung und -Management via Bluetooth ermöglicht, mit asynchroner Datensynchronisation, sobald Konnektivität verfügbar wird. Kein Internet an der Ladestation nötig. Keine RFID-Karten. Keine teure Netzwerkinfrastruktur.

E-Lade-Geschichte schreiben

2022 war das Team in eine umgebaute Autowerkstatt umgezogen — immer noch eine Garage, aber eine größere. Die Mission blieb dieselbe wie an dem Tag, als Chris sein Auto nicht laden konnte: E-Laden in Mehrfamilienhäusern zum Funktionieren bringen, einfach und bezahlbar.

Von einer frustrierenden Erfahrung in einer Tiefgarage bis zur Technologie, die E-Laden zu Millionen von Wohnungsbewohnern bringen könnte — das ist die Geschichte von HeyCharge. Und wir fangen gerade erst an.

Seien Sie dabei, wenn wir gemeinsam E-Lade-Geschichte schreiben.

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